Seelsorgebereich:Predigtgedanke von Pater Putzer zu Darstellllung des Herrn

Was Dunkelheit und Nacht ist, muss man keinem Kind erklären, auch nicht, was Licht ist. Aber beides – Dunkelheit und Licht – sind nicht einfach nur Naturerscheinungen. Sie sind auch eine Metapher für’s Leben: Wir alle kennen die hellen, die lichten Momente die uns gut tun, die uns aufleben lassen. Wir wissen aber auch um dunkle, düstere Stunden, wo’s halt manchmal auch schwer ist, wo wir froh sind, wenn wieder „Licht ins Dunkel kommt“. „Langsam geht’s nauswärts“ hör‘ ich die Leut‘ jetzt immer wieder sagen; stimmt! Die Tage sind schon ein wenig länger hell als noch vor Wochen … und wir alle spüren, das tut uns gut. Heute – 40 Tage nach Weihnachten – feiern wir das Fest „Darstellung des Herrn“ oder wie man’s früher nannte „Maria Lichtmess“. In vielen Kirchen bleiben die Christbäume bis zu diesem Fest und jetzt werden die Kerzen an den Bäumen noch ein letztes Mal angezündet. Das Festgeheimnis von Weihnachten leuchtet noch einmal auf. Uli Hoeneß beleuchtet seit Jahren eine riesige Tanne auf seinem Anwesen oberhalb von Bad Wiessee. Ende November
letzten Jahres fragten Journalisten der FAZ bei ihm nach: „Bis zu welchem Datum lassen Sie den Baum draußen leuchten?“ Und Hoeneß antwortete: „Wenn nach Dreikönig die Kerzen aus sind, hab‘ ich mich durchgesetzt. Wenn er bis Maria Lichtmess leuchtet, meine Frau!“
Christbäume bis zum 02. Februar in der Kirche? Das könnte irritieren, immerhin finden bereits die ersten Faschingsveranstaltungen statt.
Warum nach alter Tradition trotzdem heute nochmal ein wenig zurückgeschaut wird auf Weihnachten, hat mit dem Wort des alten Simeon zu tun, der das kleine Kind Jesus auf dem Arm hält und in diesem Kind den erwarteten Messias erkennt: „Das Licht zur Erleuchtung der Heiden und Herrlichkeit für sein Volk Israel.“ (Lk)