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Seelsorgebereich:Predigtgedanke von Pater Putzer zu Taufe des Herrn

Taufstein
Datum:
Veröffentlicht: 11.1.26
Von:
Pater Dieter Putzer

Mit dem Fest Taufe des Herrn, heute Abend / Morgen, kommt der Weihnachtsfestkreis ans Ende. Ein riesiger Sprung, vom kleinen Kind, in der Krippe, zum erwachsenen Mann mit über 30 Jahren. Was sich in diesen drei Jahrzehnten alles zugetragen hat, scheint nicht sonderlich spektakulär gewesen zu sein. Der von Gott gesandte Christus war einfach „tekton“, Bauhandwerker … Nach der alten Rechnung geht Jesus mit etwa 30 Jahren zu Johannes, den Täufer, an den Jordan. Die beiden kannten sich und waren miteinander verwandt. Sicher haben sie sich öfter mal getroffen … Mit der Taufe am Jordan öffnet sich quasi ein neues Kapitel im Leben des Jesus von Nazareth. Seine Taufe am Jordan kann man jetzt von mehreren Seiten her andenken – und jede Sichtweise hat etwas: Jesus, der von Gott gesandte Christus, stellt sich in die Reihe der Menschen, die ihr Leben ändern wollen – er hat’s ja gar nicht nötig! – aber er tut’s und stellt sich damit ganz und gar auf unsere menschliche Ebene – und das heißt schon verdammt viel: Gott will sich in seinem Christus nicht von uns abheben.„in allem uns gleich“ – beten wir im vierten Hochgebet! Dann – und da hilft mir die Ikonographie der Ostkirche, denn
die stellt die Taufe Jesu ganz anders dar als wir „Lateiner“. Die Ikonen zeigen Jesus im Jordan und dazu immer auch die „Flussgeister“ –und das nicht ohne Grund.Dazu später mehr in der Ansprache ... Dieses Fest heute kann uns an unsere eigene Taufe erinnern und daran, was es für einen jeden von uns bedeutet, getauft zu sein. „Die ihr auf Christus getauft seid, ihr habt Christus angezogen!“, werden wir später vor dem Halleluja singen. Wir dürfen mit unserer Taufe wissen, wohin, zu wem wir gehören; Wir sollten aber auch wissen, für wen wir einzustehen haben, auf wen wir mit unserem Leben verweisen.