Seelsorgebereich:Predigtgedanke von Pater Putzer zum 1. Fastensonntag

Mit dem Aschermittwoch in der Mitte der vergangenen Woche haben wir die Fastenzeit eingeläutet; diesmal war’s ja eine arg kurze Zeit zwischen Weihnachten und dem Beginn der österlichen Bußzeit. Das Aschenkreuz, für viele noch eine feste Tradition, hab‘ ich dieses Mal mit dem Wort verteilt: „Bedenke Staub, dass du Mensch bist!“. Manche dachten, ich hätte die Worte versehentlich verdreht: „Bedenke Staub, dass du Mensch bist!“; aber das war bewusst so formuliert. Es geht in der Zeit auf Ostern hin nicht nur um die Buße, ums Fasten, um das eine oder andere „Opfer“, es geht vor allem darum, dass wir uns wieder neu auf den Weg machen zu einer größeren Lebendigkeit hin. Auch, dass wir uns wieder neu bewusst machen, wer wir sind: Eben nicht nur endlich, vergänglich – „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehren wirst“. Wenn schon Staub, dann, wie Tim Bendzko in seinem Lied singt: „Aus Sternenstaub“. Jeder von uns trägt etwas Göttliches in sich. Jeder Mensch ist gott-begabt; Wir sind Söhne und Töchter Gottes und in unsere Endlichkeit hinein hat er den Keim der Unsterblichkeit gelegt (Weish 22, 3). Wir gehen auf Ostern zu und feiern in der Auferstehung Jesu den Durchbruch ins Leben.
Dass sich für einen jeden von uns da oder dort dieser Durchbruch ereignet, immer wieder neu, immer wieder neu heraus aus dem, was das Leben eng macht und klein hält das wünsche ich uns! Jesus hat sein Leben und seinen Auftrag, den er von Gott her mitgebracht hat, zusammen-gefasst in den Worten: „Ich bin gekommen, damit ihr das Leben habt und es in Fülle habt.“ (Joh)