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Seelsorgebereich:Predigtgedanke von Pater Putzer zum 6. Sonntag im Jahreskreis

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Datum:
Veröffentlicht: 17.2.26
Von:
Pater Dieter Putzer

Das Navi gehört beim Auto schon längst zur Grundausstattung - eine tolle Erfindung! Ich – und viele von Ihnen – erinnern sich aber noch an die gute alte Straßenkarte, wenn man ein Ziel in eine unbekannte Gegend anpeilte und den Weg nicht kannte. Und sie erinnern sich noch daran, dass man diese Straßenkarten fachmännisch auffalten – und mehr noch fachmännisch wieder zusammenfalten musste, was nicht immer gelang. Aber Straßenkarten zu lesen ist gar nicht so einfach: Ein Mitbruder kommt mir in den Sinn, der in Nürnberg eine
bestimmte Straße suchte. Er navigierte unseren Zivi, der das Auto fuhr, anhand des Stadtplans. Entfernung zum Zielort: etwa 800 Meter, tatsächliche Fahrzeit über eine Stunde! Der Grund dafür: Der Mitbruder hatte den Zivi anhand des Stadtplans von München in Nürnberg navigiert und hat’s nicht gemerkt! Mit ‘nem Navi oder mit Google Maps wäre das nicht passiert. Das Navi erleichtert uns die Orientierung enorm. Orientierung ist aber nicht nur ein Wort für den Straßenverkehr; es ist ein Wort, das viel mit unserem Leben zu tun hat; ohne geht ’s in ganz vielen Bereichen nicht. Wie orientiere ich mich? Woran orientiere ich mich? An wem orientiere ich mich? Wenn heute in der Lesung oder auch im Evangelium von Geboten die Rede ist, dann geht ’s dabei auch mehr um eine Orientierung für die Menschen damals und für uns heute; eine Orientierung, die uns Gott anbietet, damit ’s besser läuft. Oder wie ein guter Bekannter einmal sagte: „Gebote sind wie ‘s Treppengeländer! Sie sichern ab und man kann sich dran anhalten.“