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Seelsorgebereich:Predigtgedanke von Pater Putzer zum Ostersonntag

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Datum:
Veröffentlicht: 5.4.26
Von:
Pater Dieter Putzer

Wenn mich jemand fragen würde, was mir bei der Feier der Osternacht am meisten unter die Haut geht, ich würde ganz spontan antworten: Die Lichtfeier mit dem Osterfeuer und wenn dann in die stockdunkle Kirche die Osterkerze getragen wird und ich das „Exultet“ singe; Dieser Hymnus für die Osternacht ist mir irgendwie ans Herz gewachsen. Als Diakon vor über 30 Jahren hab‘ ich ihn
auswendig gelernt … Da heißt es unter anderem: Frohlocket, ihr Chöre der Engel, frohlocket, ihr himmlischen Scharen, lasset die Posaune erschallen … siehe, geschwunden ist allerorten das Dunkel. Da spüre ich beim Singen förmlich, wie der Jubel über die
Auferstehung des Herrn wächst. Es baut sich eine innere Spannung auf – spürbar für alle Beteiligten, die sich darauf einlassen, dass sich Neues die Bahn bricht. Nach diesem Hymnus wird das Licht der Osterkerze weitergereicht und langsam erhellt sich der Kirchenraum über jede Flamme ein wenig mehr. Schon die eine Flamme der Osterkerze verändert den dunklen Kirchenraum und erzählt von einer anderen Wirklichkeit: Christus ist auferstanden! Er lebt! Und er lebt mitten unter uns und geht uns voran im Alltag, wie damals dort nach Galiläa … „Geschwunden ist allerorten das Dunkel“. Heißt es da weiter; Das wünsch‘ ich mir für mein Leben, für unser aller Leben, für das Leben der Welt. Dass wir aus der Kraft des auferstandenen Christus, den wir an unserer Seite wissen dürfen, dass durch ihn unsere Dunkelheiten schwinden und wir anders, frohen und leichten Herzens in dieser Welt stehen und schließlich sein Licht in diese Welt tragen, dann wird Ostern Wirklichkeit, handfest und hell, trotz allem!