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Seelsorgebereich:Predigtgedanke von Pater Putzer zur Osternacht

Predigt_PP_Ostern_2026
Datum:
Veröffentlicht: 5.4.26
Von:
Pater Dieter Putzer

Wir feiern in dieser Nacht den Durchbruch zu einem neuen Leben, das wir uns nur schwer vorstellen können. Vielleicht helfen uns aber die vielen Zeichen und Symbole und die uralten Erzählungen, an denen sich Menschen seit alters her festgemacht haben, um dem ein wenig näherzukommen, was für uns alle so schwer zu verstehen ist. Ostern 2026 Gedanklich gehen wir zurück, weit zurück. Fast 2000 Jahre ist das Geschehen her, das wir heute Nacht miteinander feiern. Seltsam, dass ein Geschehen, damals dort, uns noch heute so
sehr in den Bann zieht. Der Tod hat nicht das letzte Wort! Das letzte Wort spricht Gott – und dieses Wort heißt: Leben, Auferstehung zu einem neuen Leben. Unvorstellbar! Reinhold Stecher, der frühere Bischof von Innsbruck, schreibt einmal in einem seiner Bücher: Es war in einer kleinen Tiroler Dorfschule … Ich war gerade mit der langen Erzählreise über den Abendmahlsaal, über den Ölberg und Golgotha bis zur Auferstehung zu Ende gekommen. Da hab ich an die Kinder die gewichtige Frage gestellt, was ihnen denn an der Erzählung
von Jesus am besten gefallen habe. Ein achtjähriger Bub, von einem abgelegenen Hof, eine Stunde hangabwärts, gab strahlend die Antwort: „Dass alles so gut ausgeht!“ Und dann schreibt Stecher weiter: Kinderantworten haben es manchmal in sich. Sie lassen aufhorchen, zwingen zum Lächeln – zum Ernstwerden, und hie und da regen sie mehr zum Nachdenken an als so manches Expertenblabla … „Dass alles so gut ausgeht …“ Der Bergbauernbub hat damit unbewusst eine Ursehnsucht der Menschheit angesprochen. Er hat das, was wir miteinander feiern, auf den Punkt gebracht.