Seelsorgebereich:Predigtgedanke von Pater Putzer zu Pfingsten

An diesem Wochenende feiern wir Pfingsten. Dieser Tag, dieses Fest erinnert uns nicht nur an die Geistsendung damals dort in Jerusalem, Pfingsten lädt uns auch ein, ganz weit zurückgehen in die Anfänge von Welt und Mensch. Und im Zurückgehen dürfen wir alle eine große Wahrheit entdecken, nämlich: Alles, was ist, ist durch diese Geistkraft Gottes geworden – alles … Merken, spüren, erfahren sie auch immer wieder etwas von Gottes Geistkraft in der Schöpfung? Kennen sie das, dass einem draußen in der Schöpfung, in der Natur das Herz weit wird, dass alle Sinne offen werden. Ich freu mich im Frühling über das frische Grün, das sonst nie so zart und wunderschön ist wie gerade im Mai. Ich höre das Zwitschern der Vögel, die vom Leben singen. Ich rieche den Duft des Frühlings.
Ich staune und ertapp‘ mich dabei, dass ich vieles, was ich ja kenne, trotzdem immer wieder neu bewundere, als wäre das alles für mich vollkommen neu, als nehme ich’s zum ersten Mal wahr. Das Leben – alles Leben! – ist ein Geschenk. Ein guter Grund zu staunen, mich zu freuen; Aber stopp, wir dürfen uns über alles Staunen auch nicht darüber hinwegtäuschen, wie bedroht das alles ist. Das Staunen über die Schönheit und die Faszination der Schöpfung ist das eine. Aber da ist auch das Seufzen, der Schmerz über die Zerstörung von vielem.
Pfingsten macht mir – dieses Mal wenigstens – neu bewusst, wie sehr doch alles aus der Geistkraft Gottes lebt, und wie sehr uns diese Kraft im Leben hält, aber auch, wie sehr wir Menschen dafür Verantwortung tragen.