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Seelsorgebereich:Predigtgedanke von Pater Putzer zum 3. Ostersonntag

Fischfang
Datum:
Veröffentlicht: 19.4.26
Von:
Pater Dieter Putzer

„Aus und vorbei!“ – das war das Denken und Fühlen der Jünger am Karfreitag, als man Jesus von Nazareth nicht nur schändlich, sondern auch so grausam hingerichtet hat. Damit hat wirklich niemand gerechnet. Kein Wunder, dass dieser Tag und das entsetzliche Ereignis
dieses Tages Wunden geschlagen hat. Die beiden Jünger auf dem Weg nach Emmaus haben mit Fug und Recht „Reißaus genommen“; die anderen haben sich nicht mehr aus dem Haus getraut, haben sich hinter verschlossenen Türen und Fenstern verbarrikadiert; jetzt bloß nicht auffallen ... Die Erzählung, die wir heute im Evangelium hören werden, - die Fachleute nennen es das sogenannte Nachtragskapitel - spielt schon ein wenig in den Alltag der Jünger und Jüngerinnen Jesu hinein. Ich würde uns allen wünschen, dass bei dieser Erzählung so ein wenig die Fragen hochstochern:  Wie? Fischen? Quasi aus purer Langeweile?  Sieben Jünger! Wo ist der Rest der Mannschaft oder
haben die paar „Hanserln“ sich abgeseilt? Und was tun die denn jetzt oben in Galiläa, sollten sie nicht in Jerusalem auf den Gottesgeist warten, den der auferstandene Jesus ihnen versprochen hat? Fragen über Fragen, wenn wir uns auf diese Perikope einlassen! … Aber ich denke, nur über unsere Fragen schaffen wir auch den Transfer von damals dort, zu heute hier und entdecken, dass das Evangelium, das wir heute hören eigentlich in unserer Zeit, für dich und mich, eine große Bedeutung bekommen kann.