Seelsorgebereich:Predigtgedanke von Pater Putzer zum 5. Sonntag im Jahreskreis

Kennen sie das, dass man gebraucht wird? Dass andere froh sind, wenn sie in ihnen eine Anlaufstelle haben, wo sie was fragen können, wo sie Hilfe bekommen? Das wertet uns Menschen auf: Gebraucht zu werden … das fühlt sich ganz anders an, als wenn ich für mich selber feststellen muss: Nach mir „kräht kein Hahn!“ Ich für mich bin überzeugt, es genügt keinem von uns, dass wir einfach nur vorkommen in der Weise des Vorhandenseins! Für andere von Bedeutung zu sein, ist etwas Besonderes und es baut uns auf.
Wenn jemand ehrlichen Herzens zu ihnen sagt: „Du, ich brauch‘ dich! Du tust mir gut! - sind sie dann auch ein wenig stolz auf sich?“
Und jetzt zu Gott zu sagen: „Du, ich brauch‘ dich, du tust mir gut!“ Ich bin mir sicher, damit fühlt sich Gott mehr geehrt als mit manchen frommen Liedchen, das wir ihm zur Ehre trällern! „Du, Gott, ich brauch‘ dich, du tust mir gut!“ Ich sag‘ ihm das so oft einmal, weil’s für mich auch stimmt! Und wenn sie ihm das mal sagen, vielleicht hören sie von ihm her auch dieses: „Gern! Und, ich brauch‘ dich“ – und dann
setzen sie ihren Namen ein -, „damit Welt und Mensch über dich an mich gerät!“ So nämlich sind wir als Christen angedacht, als Fingerzeig, als lebendiger Verweis auf Gott hin, auf seine Menschenfreundlichkeit und seine Güte …