Seelsorgebereich:Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer

Mt 9,9-13
In jener Zeit
sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen
und sagte zu ihm: Folge mir nach!
Und Matthäus stand auf und folgte ihm nach. Und als Jesus in seinem Haus bei Tisch war, siehe, viele Zöllner und Sünder kamen
und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern.
Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern:
Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?
Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken.
Geht und lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer!
Denn ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen,
sondern Sünder.
Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer
(Dorothee Sandherr-Klemp zu Mt 9,9-13)
Wie wirkt Gott?
Biblisch betrachtet?
Gott ruft. Er beruft.
Wen Gott will!
Aber doch nicht solche wie Matthäus,
über den man sich ärgerte,
der andere gängelte,
der am längeren Hebel saß!
Warum ruft Jesus ausgerechnet ihn?
Welches Licht wirft das auf meine Berufung,
auf mich? – Und jetzt das noch –
ein Essen mit denen, ausgerechnet!
Keine Kindergeschichte vom kleinen Zöllner,
und doch eine Geschichte,
die mich staunen lässt –
wie ein Kind.
Dorothee Sandherr-Klemp (zu Mt 9,9-13)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 06/2026, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de