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Seelsorgebereich:Impuls zur 2. Lesung des 23. Sonntag

Herz aus Händen
Datum:
Veröffentlicht: 5.9.26
Von:
Red.

Zweite Lesung Röm 13, 8–10

Schwestern und Brüder!

Niemandem bleibt etwas schuldig, außer der gegenseitigen Liebe! Wer den andern liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn die Gebote: Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren! und alle anderen Gebote sind in dem einen Satz zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.

Liebe und Gesetz

Das ist doch ein Widerspruch:

Liebe und Gesetz!

Wer liebt, fühlt sich ein.

Wer liebt, ist empathisch.

Wer liebt, spürt Mitleid.

 

Das Gesetz aber ist starr,

kennt keine Empathie,

keine Einfühlung,

kein Mitleid.

Oder doch?

 


„Wer den anderen liebt,

hat das Gesetz erfüllt.“

Paulus, der Völkerapostel aus Israel,

bringt es mit einem Vers aus Levitikus

auf den Punkt.

„Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses.

Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.“

Das ist er, der einzige Schlüssel,

der doch die einzelnen Gebote

nicht überflüssig macht.

 


Die Liebe zum Nächsten ist ungeteilt,

im tiefsten Sinne einfältig, einfach –

und muss sich doch entfalten!

Liebe, sagt Paulus, ist das Kriterium des Gesetzes:

Liebe zum verletzlichen Anderen.

Liebe und Gesetz zusammen denken – gerade heute!

 

(c) Dorothee Sandherr-Klemp (zu Röm 13,8-10)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 09/2026, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de