Seelsorgebereich:Predigtgedanke von Pater Putzer zum 13. Sonntag im Jahreskreis

Ich hatte vergangene Woche endlich mal meine drei freien Tage von Ostern her „abgefeiert“ – und das war ‘ne feine Sache! Und zwar aus mehreren Gründen: Ich hatte gut Zeit für mich selber; Im Kalender standen keine festen Termine. Dann war ich Zuhause in der Oberpfalz bei einem guten Freund, der mir, zusammen mit seinem Sohn, das gute Gefühl von Beheimatung geschenkt hat. Wir hatten vertraute, richtungsweisende Gespräche miteinander; und ich konnte noch, weil ich ja alle Zeit der Welt hatte, andere Freunde in der Nähe besuchen oder sie mich … Irgendwann schoss es mir durch den Kopf: Alles keine Selbstverständlichkeit! Und zum Glück kam mir dieser Gedanke! Es gab ganz viele wunderschöne Momente, die ich grad in meiner gegenwärtigen Situation gut brauchen kann und für die ich dankbar bin. Wenn ich da oder dort mal „Dankeschön“ gesagt habe, bekam ich durchaus zu hören: „Ist doch selbstverständlich!“ – und genau das ist es nicht! Ich möchte all die guten Erfahrungen, die ich in diesen Tagen machen konnte, nicht als selbstverständlich nehmen, sonst gehen sie einfach im Tages- und Wochengeschehen unter. „Selbstverständlichkeiten“ machen – für mich wenigsten – das
Leben banal; Die Dankbarkeit dagegen hebt die wertvollen und schönen Momente und Begegnungen auf eine andere Ebene. Ich für mich möchte heute in diesem Gottesdienst gedanklich noch einmal Menschen, aber auch Gott Dankeschön sagen für das Gute, Schöne, Wertvolle, das mir in der letzten Woche „zugefallen“ ist; Vielleicht fällt ihnen in einem kurzen Moment der Stille ja auch das eine oder andere ein, das sie nicht als selbstverständlich nehmen möchten und wofür sie jetzt Dankeschön sagen könnten? Gehen sie gedanklich doch einfach mal zurück in ihre ganz persönliche letzte Woche …