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Seelsorgebereich:Predigtgedanke von Pater Putzer zum 21. Sonntag im Jahreskreis

Petrus
Datum:
Veröffentlicht: 24.8.26
Von:
Pater Dieter Putzer

Sommer, Urlaubszeit … Viele sind unterwegs – raus aus dem Alltag; andere fahren den Alltagsbetrieb auf ein Minimum herunter. Es ist eine Gnade, aussteigen zu dürfen aus all dem Trubel, der uns Erwachsene und inzwischen auch schon die Jugendlichen und Kinder Tag für Tag in Beschlag nimmt. Für ein paar Wochen wenigsten in den Genuss kommen ein allzu spärlich gewordenes Gut genießen zu können: Die Zeit. Im Hin und Her des Alltags kann man schnell vergessen, dass man sie hat. Zeit zu haben, das wünsche ich all denen, die jetzt frei und Ferien haben. Mal „alle Fünf g’rad sein lassen“, dass der Kopf und auch das Herz zur Ruhe kommen – bei der Gelegenheit muss ich eins meiner Lieblingsworte unterbringen: Ich wünsche allen „tempora refrigerii“ – Zeiten des Aufatmens! Wenn Kopf und Herz mal zur Ruhe kommen, wenn ich mir die Zeit gönne, einfach nur mal den Wolken am Himmel nachzuschauen, wenn ich ruhig werde, kann es passieren, dass plötzlich und unerwartet die Schlüsselfragen des Lebens hochstochern: Wer bin ich eigentlich?
Was ist das denn mit meinem Leben? Was ist der Sinn des Lebens und wie kann ich ihn erkennen? Die ruhigen Tage dieses Sommermonats August können zu einer Zeit werden, um über das Woher und Wohin des Lebens nachzudenken. Schwestern und Brüder, da passt für mich das Evangelium, das wir heute hören, wie der Deckel auf den Topf: Jesus stellt seinen Freunden die Frage:
Für wen haltet ihr mich? Was denkt ihr denn, wer ich bin? Und der Antworten gibt es viele: Die einen meinen, du seist Johannes der Täufer, andere halten dich für Elia – von ihm hört man immer wieder in der Synagoge – Woh, einer der großen Gestalten unseres Glaubens! Andere denken, du seist Jeremia – auch seine Worte werden respektvoll im Gottesdienst verlesen. Wieder andere, du seist einer der großen Propheten. Als Jesus aber sie ganz persönlich anspricht, bringt’s Petrus auf den Punkt, wenn er bekennt: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!“ Dass ist ein Wort! Nicht mehr zu übertreffen … Vielleicht sind die anderen Jünger, als dieses Wort fiel, sogar ein wenig zusammengezuckt. „Für wen haltet ihr mich?“ mit dieser Frage stellt Jesus eine Schlüsselfrage – „damals dort“ den Freunden, heute hier uns, dir und mir: Für wen hältst du mich und welche Konsequenzen leiten sich dann von deiner Antwort für dein Leben ab?