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Seelsorgebereich:Predigtgedanke von Pater Putzer zum 24. Sonntag im Jahreskreis

Gangolf vom Kindergartenhof
Datum:
Veröffentlicht: 17.9.26
Von:
Pater Dieter Putzer

Vergangenen Sonntagabend, ich lieg‘ schon im Bett, nehm‘ aber, weil ich mich, nach einem Telefonat, noch etwas ablenken wollte, den Schott in die Hand und schau mir das Evangelium vom kommenden, sprich vom heutigen Sonntag an. Ich les den ersten Satz und denke mir: Kenn‘ ich, ich weiß, wie‘s weitergeht … und schon wollte ich das Buch wieder ins Regal über mir zurückstellen. Warum ich die Perikope doch noch gelesen hab‘, vielleicht aus Langeweile … Nur, dann bleib‘ ich an einem, eigentlich an zwei Worten hängen: An dem Wort „Geduld“ und an der späteren Deutung dieses Wortes mit dem Wort „Erbarmen“. Seltsam, irgendwie scheinen die beiden Worte „Geduld“ und die Interpretation davon: „Erbarmen“ wie eine Antwort auf mein Telefonat zu sein, das ich eben noch führte und das mich ein wenig hilflos zurückgelassen hat … Könnte die „Geduld“ oder das „Erbarmen“ – das ich gern mit dem Begriff Einfühlungsvermögen in Verbindung bringe, ein Schlüssel sein für mein Telefongespräch eben noch? Wie würde manches in meinem Leben, in unserem Miteinander, in der Welt ausschau’n, wenn wir ein wenig mehr Geduld, ein wenig mehr Erbarmen hätten - mit uns selber, mit anderen, mit dem, was da gerade ansteht? Geduld ist nicht gerade meine Stärke! Drum ist mir das Gebet: „Herr, gib mir Geduld, aber wenn’s geht, etwas flott!“,
auch wie auf den Leib zugeschnitten. Dann weiß ich aber auch, da oder dort etwas mehr Geduld, etwas mehr Erbarmen, etwas mehr Einfühlungsvermögen – es wäre doch hilfreich und gut, vielleicht sogar da oder dort ein Lösungsansatz … Glück haben wir mit unserem Gott, der ist bekannt für seine „unermessliche“ Geduld, für sein Erbarmen, für sein Einfühlungsvermögen.