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Seelsorgebereich:Predigtgedanke von Pater Putzer zum 25. Sonntag im Jahreskreis

Weinstock mit Trauben
Datum:
Veröffentlicht: 30.9.26
Von:
Pater Dieter Putzer

„Juribus omnibus!“ sagt der Lateiner: „Gleiches Recht für alle!“ Oh, dieses „Gleich-behandelt-werden“, ist uns wichtig, vor allem dann, wenn wir den Eindruck haben, dass wir eben nicht gleich behandelt, sondern benachteiligt werden, hint‘ anstehen, weil ... „Gleiches Recht für alle“, das darf oder muss uns auch durchaus wichtig sein. Ich jedenfalls ärgere mich schon, wenn jemand aus irgendwelchen erklärlichen oder unerklärlichen Gründen ‘ne Sonderbehandlung erfährt oder schlimmer noch, sie für sich einfordert; Auf diesem Hintergrund werden wir das Evangelium von heute, besser, das Gleichnis, das Jesus uns erzählt schon auch mit gemischten Gefühlen hören: Da schuften einige den ganzen Tag in der glühenden Sonne und andere, die erst in der letzten Stunde angeheuert werden und nur kurz im Weinberg arbeiten, erhalten den gleichen Lohn. Da steht die Frage mit Recht im Raum: Wo bleibt hier bitte die Gerechtigkeit? Ich für mich merke – und vielleicht geht’s ihnen ähnlich – mit unserem rein menschlichen Verständnis von „gleiches Recht für alle“, kommen wir bei Gott ganz schnell an eine Grenze. Gott tickt anders, ganz anders – das macht uns das Evangelium von heute wieder mal neu bewusst – und er tickt anders zu unseren Gunsten, auch wenn wir das so manchmal nicht merken … Aber vielleicht entdecken wir, wenn wir zurückschau’n in gelaufenes Leben, es ist schon auch gut, dass er anders tickt … und halt nicht nur in unseren rein menschlichen Denk- und Bewertungsmustern …