Seelsorgebereich:Predigtgedanke von Pater Putzer zum 28. Sonntag im Jahreskreis

Es ist Herbst! Die Bäume färben sich bunt, die Felder und Gärten sind abgeerntet und die Zugvögel haben sich längst auf den Weg in wärmere Gefilde gemacht. Die letzten warmen Sonnenstrahlen des „Altweibersommers“ bis Mitte dieser Woche taten gut, denn am Morgen oder am Abend ist‘s schon auch frisch draußen und viele von uns haben bereits die Heizsaison eröffnet. Es ist Herbst …
Drei Wochen sind’s noch bis Allerheiligen, bis wir an den Gräbern unserer Verstorbenen stehen und uns an die Zeit mit ihnen zurückerinnern. Und weil sie uns guttaten, trauern wir ihnen dankbar nach. Vielleicht fragen sie sich jetzt, warum ich so weit vorausgreife auf Allerheiligen, jetzt schon? Das Evangelium und die Lesung aus dem Propheten Jesaja haben mich d’raufgebracht. In beiden biblischen Worten geht’s nämlich um das „Darüberhinaus“ unseres Lebens. Im Hinblick auf unsere Endlichkeit, die uns alle ja doch irgendwie umtreibt, vor allem je älter wir werden. In Anbetracht der Tatsache, dass jedes Leben endlich ist, zeichnet uns der Prophet Jesaja ein sehr hoffnungsvolles Bild, ja ein sehr lebendiges, wenn er von Gottes neuer Welt als von einem Festmahl spricht mit feinsten Speisen und edelsten Weinen … Wenn dieser Jesaja recht behält: Oh, da kommt etwas Großartiges auf uns zu! Und das Evangelium stimmt in diesen überaus positiven Grundtenor ein; und wieder ist vom Festmahl die Rede und davon, dass wir bei diesem Festmahl, zu dem Gott uns alle einlädt, glänzen werden, weil er, Gott, uns – und bei uns in der Oberpfalz würde man jetzt sagen: „z’samrichten wird, dass oan die Aug’n rausfall’n“ … Versuchen sie mal diese Worte und Bilder auf sich wirken zu lassen, gedanklich in dieser Vorstellung von damals dort!