Seelsorgebereich:Predigtgedanke von Pater Putzer zum Erntedanksonntag

Der Erntedanksonntag an diesem Wochenende stellt mit seinem Namen nochmals besonders heraus, was wir eigentlich jeden Sonntag miteinander feiern: Eucharistie - Das Danke-schön für … An diesem Wochenende danken wir Gott in besonderer Weise dafür, dass er uns auch dieses Jahr wieder mit den Gütern der Erde beschenkt, die wir ernten durften. Ein Dankeschön für Geschenktes: Viel zu viel nehmen wir Tag um Tag gedankenlos als selbstverständlich hin, heute sagen wir einmal bewusst Danke. Und Danke sagen wir aber nicht nur für das, was wir bekommen und erhalten, sondern auch für das, was wir sind, und überhaupt, dass wir sind: Dass wir leben, atmen, dass unser Herz schlägt und wir „unsere Sinnen … noch brau-chen können und Händ‘ und Füß‘, Zung‘ und Lippen regen“, wie es Paul Gerhardt in einem Lied einmal zum Ausdruck bringt. Auch das haben wir dem Segen Gottes zu verdanken. Und Dankeschön sagen wir für das,
was uns an Gutem widerfährt in Krankheit und Not, wo wir Heil und Heilung erfahren dürfen, wo die Finsternis – gleich, wie wir sie benennen – in uns ihren Schrecken verliert, wo Gott uns nahe ist, uns wie an die Hand nimmt und unser Geschick zum Guten hinwendet.
Mit anderen Worten, wir danken ihm auch für seine Menschenfreundlichkeit, für seine Liebe und Sorge um einen jeden von uns, die wir in den schwierigen Momenten und Erfahrungen des Lebens sehr oft durch Menschen erspüren dürfen. Schwestern und Brüder, heute darf im Dankeschön ganz, ganz Vieles und ganz Verschiedenes mitschwingen. Wir wissen wohin mit unserem Dankeschön und wir wissen wohin mit unserer Bitte und dürfen bei ihm alles gut aufgehoben wissen: Das Leben, die Welt, Freude und Trauer, Glück und Leid.